Bevor es die Eisenbahn gab, war es eine überaus mühselige und noch dazu besonders kostspielige Angelegenheit, eine größere Strecke zurückzulegen.
Wer nicht zu den ausgesprochen Wohlhaben den zählte und eine eigene Kutsche mit Pferden besaß, war darauf angewiesen, sich einer keinesfalls preisgünstigen Postkutsche anzuvertrauen, die nicht nur wegen der schlechten Zustände der Straßen und Wege in den Bergen wenig sicher erschien.
Man musste immer damit rechnen, dass das in Staubwolken gehüllte Gefährt zu Schaden kam, womöglich umfiel, weil Räder oder Achsen der Belastung auf unbefestigten Abschnitten nicht standhielten. Ja sogar Überfälle waren keine Seltenheit, wenn Banditen die Fahrgäste auszurauben versuchten. Und die wenigen, zumeist spelunkenartigen Gasthäuser machten in jener Zeit das Reisen auch nicht angenehmer.
Wer nicht zu den ausgesprochen Wohlhaben den zählte und eine eigene Kutsche mit Pferden besaß, war darauf angewiesen, sich einer keinesfalls preisgünstigen Postkutsche anzuvertrauen, die nicht nur wegen der schlechten Zustände der Straßen und Wege in den Bergen wenig sicher erschien.
Man musste immer damit rechnen, dass das in Staubwolken gehüllte Gefährt zu Schaden kam, womöglich umfiel, weil Räder oder Achsen der Belastung auf unbefestigten Abschnitten nicht standhielten. Ja sogar Überfälle waren keine Seltenheit, wenn Banditen die Fahrgäste auszurauben versuchten. Und die wenigen, zumeist spelunkenartigen Gasthäuser machten in jener Zeit das Reisen auch nicht angenehmer.
Als überaus segensreiche Grundlage für die Erschließung der Allgäuer Berge als Reiseziel erwies sich deshalb der Bau der Bahnstrecke von München nach Lindau, die im Jahr 1853 eröffnet werden konnte und über Augsburg, Kempten und Immenstadt verlief. Die Ludwigsbahn machte Immenstadt so zum ersten Ort im Oberallgäu mit Bahnanschluss. Im Jahr 1874 war es erstmals möglich, die Strecke von Buchloe nach Memmingen zu nutzen. Viel wichtiger für Oberstdorf aber war die im Jahr zuvor, 1873, eröffnete Bahnlinie zwischen Immenstadt und Sonthofen. Zwar mussten Urlauber mit dem Ziel Oberstdorf dort nochmals in Pferde Omnibusse umsteigen,
von denen täglich vier an der Zahl zwischen Sonthofen und Oberstdorf verkehrten, doch es war bereits eine enorme Verbesserung auf dem Weg ins oberste Dorf! Am 2. August 1888 war es schließlich so weit, und der erste kleine Zug kam, von einer Dampflok gezogen, durch das Illertal auch bis hinauf nach Oberstdorf. Diese private Lokal bahn läutete eine neue Epoche in Sachen Fremdenverkehr ein und brachte einen Entwicklungsschub für Oberstdorf mit sich, wie es wohl kaum jemand hätte vorhersehen können. Regelmäßig eingesetzte Pferdestellwagen brachten Reisende damals sogar noch weiter in die einzelnen Hochtäler.
Kein Wunder also, dass nach 1888 auch in Oberstdorf die Urlauberzahlen in die Höhe schnellten. Waren es 1872 noch 460 Übernachtungsgäste, hatte sich die Zahl bis ins Jahr 1889 verzehnfacht. Nach der Jahrhundertwende wollten bereits pro Jahr mehr als 10.000 und 1914 gar mehr als 200.000 Menschen hier erquickliche Tage genießen.
Längst ist es kein Problem mehr, das Allgäu bequem zu erreichen. Viele kommen heutzutage allerdings lieber mit dem eigenen Auto als mit der Eisenbahn. Dabei kann man in Oberstdorf sehr gut ohne eigenen Pkw auskommen. Der Mobil Pass Allgäu bietet kostenfreie Mobilität vom Bodensee bis in die Alpen, Busse und Nahverkehrszüge machen es einfach, zum Zielort zu kommen. Das schont die Umwelt und die Nerven – einfach einsteigen und sich fahren lassen!

Reise mit der Bahn entspannt in Deinen Urlaub nach Oberstdorf. Integriert in Deinen Gästepass, dem Allgäu-Walser-Pass Premium fährst Du dann vor Ort mit dem MOBIL PASS ALLGÄU kostenfrei mit Bus und Nahverkehrszügen auch über die Grenzen Oberstdorfs.